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Irland



Besuch von Saskia

Eintrag vom 23.01.2010
Thema: Dublin, Freizeit-Aktivitäten

Seit Donnerstag ist die Saskia zu Besuch hier, wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen (das letzte Mal als ich noch in Hamburg wohnte). Also gab es einfach viel zu quatschen und für Saskia hieß es auch einfach mal ausspannen. Dafür hat sie auch (ohne Übertreibung) Stunden im Penneys verbracht. Sowohl der in Swords als auch der große in Dublin.

Am Samstag waren wir dann unterwegs, sind mit dem Bus nach Howth rausgefahren, haben uns die Robben angeschaut und kurz den Berg erklommen. Das Wetter war uns aber nicht ganz so hold. Also sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben einen Rundgang gemacht. Da lag auch ein Gourmet Burger Kitchen auf dem Weg. :o)

Dann ging es – für mich als Abschiedstour – zum Irish Comedy ins Twistted Pepper. David hat sich sehr gefreut und sich auch ganz lieb verabschiedet. Und der Comedy Abend war richtig gut. Danach noch ins Cassidys zu Brian und dann irgendwann in den Nachtbus.


Roadtrip Südküste: Wexford, Waterford, Cork

Eintrag vom 08.01.2010
Thema: Cork

Heute ging es also auf nach Süden, unsere letzte große Tour in Irland. Das Wetter ist alles andere als günstig, der große Wintereinfall hat viel Schnee gebracht und darauf ist das Land überhaupt nicht vorbereitet. Bei mehreren Tagen mit Minus 2 bis Minus 4 Grad und ca. 2 bis 3 cm Neuschnee spricht man hier vom „Big Freeze“ und „artic conditions“. Die Nachrichten sind voll davon. Flughäfen stillgelegt, Straßen verstopft, viele Leitungen geborsten, Trinkwasser wird knapp, Schule fällt aus.

Die Tatsache, dass es hierlande keine Winterreifen gibt und die Autovermietung weder Frostschutzmittel in die Scheibenwischanlage machen noch Eiskratzer bereitstellen können, machte das ganze natürlich nicht einfacher. Doch auf der Reise sollte sich zeigen, das waren gar nicht die Hauptursache für das Chaos im Straßenverkehr. Das war schlichtweg die Tatsache, dass die Iren einfach überhaupt nicht wissen, wie sie bei solchen Bedingungen fahren sollen und daher alle mit 20 km/h durch die Gegend schleichen. Was hierzulande nicht gerade üblich ist. 🙂

Vorteil war immerhin, dass wenig los war auf den Straßen. Über die M50 kamen wir fast mühelos – sonst heißt diese Umgehungsautobahn bei den Dublinern ja einfach nur „Parkplatz“. Und so ging es – in ungewohnt weißer Umgebung – nach Süden. Die Wicklow Mountains sahen genial aus, als sie an uns vorbeizogen. Bis nach Wexford (südöstlichster Zipfel) brauchen wir zwar einige Stunden, aber kamen gut durch.

An der Südküste war vom Schnee fast gar nichts mehr zu sehen, der Golfstrom tat seine Dienste. In Wexford selber haben wir uns nur kurz umgesehen und sind dann nach Waterford weiter.

Dort hatte ich ja schommal auf der Tour mit Nika und Julie Halt gemacht. Wir schauten uns den Reginal’s Tower (Túr Reginald) an. Nicht mega-beeindruckend, aber doch ganz nett gemacht. Und für 2 Euro Studenten-Eintritt in Ordnung.

Eine Hotel-Toilette und das Einkaufszentrum waren die beiden anderen Höhepunkte von Waterford, bevor wir unsere Fahrt nach Cork fortsetzen.

Dort angekommen wurden die Erinnerungen wach an meinen ersten Besuch in Cork, einfach eine wunderschöne Stadt. Ohne viel Mühe (Greg musste nur einmal im Viereck fahren) fanden wir unser Hostel, das Kinlay House. Allerdings waren die Zimmer diesmal deutlich schlechter als im Sommer. Damals hatten wir ein neues Gebäude mit sehr guter Ausstattung. Diesmal gab es ein Viererzimmer wo der Schimmel überall an den Wänden wuchs (im alten Hauptgebäude) und die Heizung wurde nachts abgestellt, was auch irgendwie unschön war. Aber zum Schlafen hat es halt doch gereicht.

Wir schauten uns etwas in der Stadt um, wurden von zwei (trotz der eisigen Temperaturen) leichtbekleideten Blondinen angesprochen, die vor einem Lokal mit Bob-Marley-Musik standen und uns mit Ihren Deutsch-Kenntnissen beglückten „Ick habe eine Hund.“, „Ick liebä Dick.“ (zu Rob), „Ick hasse Dick.“ (zu Dan). Weiter gings. Rob sprach ein Mädel an, dass aussah wie Nana Mouskouri, sogar mit der gleichen Brille (wie sie die wohl bekommen hat?). Jedenfalls gab sie uns den Tipp, zum Essen doch in ein nettes Restaurant namens „Tribe“ zugehen und bekam zum Dank gleich eine Umarmung.

Das Tribe ist etwas, was man wohl am besten als Hippie-Restaurant bezeichnen könnte. Ein kleiner Laden, total vollgestellt mit Tischen und Stühlen, ausgefallener Deko und netter Musik. Und das Essen ist extrem lecker. Lohnenswert.

Wir gingen dann weiter, konnten leider nicht ins „Catwalk“, weil da eine 21.-Geburtstag-Privat-Feier stieg und gingen zurück zu diesem Bob-Marley-Laden. Das war eine vollgedränge Kneippe, in der mittlerweile rockige Musik lief und eher das Publikum zwischen 25 und 35 zu finden war. Man muss dazu wissen, dass Cork voll die Studentenstadt ist, viele junge Leute unterwegs sind, eine Kneipe an der anderen ist in der Innenstadt. Eine sehr junge, sehr dynamische und internationalle Stadt. Und die Leute sehen hier viel hübscher aus als im Rest des Landes. Ich glaube das liegt daran, dass man in Cork recht weit vom englischen Einfluß weg war. Die Einwohner nennen Cork ja gern „Rebel City“, es war schon immer ein großes Widerstandsnest gegen den Rest von Irland, ob nun gegen das englisch besetzte Irland oder im irischen Bürgerkrieg. Anyway. In der Kneipe war es einfach nur laut, aber das Bier war gut. Es gab eine elektronische Jukebox, aber unsere Musikwünsche wurden von der Barfrau nach wenigen Sekunden einfach weggeklickt.

Letztlich sind wir dann ins „An Brog“ gegangen, einen Laden in dem bei meinem ersten Besuch eine super geniale Indy-Rock-Party lief und die Leute wild tanzten. Heute war nicht so viel los. Viele Studenten sind wegen des Schnee-Chaos noch zu Hause bei ihren Familien. So wurde etwas getanzt, etwas getrunken, aber die richtig große Party kam nicht in Schwung. Der DJ, der so aussah wie Hurley aus LOST, legte zwar gute Stücke auf (genialer Musikgeschmack), aber mixte diese total schlecht zusammen und auch meist in der falschen Reihenfolge.

Im Hostel gab es noch eine kurze verbale Auseinandersetzung mit den fetten Frauen aus dem Nebenzimmer („I’ll break your fucking neck.“) und dann ganz viel Kälte.


Weihnachtsmarkt – 12 Days of Christmas

Eintrag vom 12.12.2009
Thema: Dublin, Freizeit-Aktivitäten

12 Days of Christmas heißt es in den Dubliner Docklands und der Titel ist schon irreführend. Denn der „kontinentale“ Weihnachtsmarkt hat 14 Tage geöffnet, Donnerstag und Freitag wurden einfach zu „Preview“-Tagen gemacht. Am Samstag war jedoch die offizielle Eröffnung. Der Markt ist stark dominiert von deutschen Ständen, die haben die Hütten direkt aus Deutschland hergefahren und sich auch gar nicht erst die Mühe gemacht, die Schilder zu ändern. So steht da „Pommes frites“ (im Englischen gibt es ja nur „Fries“ bzw. „Chips“), „Französische Crepes“ (in Deutsch), „Bratwurst“, „Glühwein“, usw. Dem Verkauf hat es wohl keinen Abbruch getan, denn locker die Hälfte der Besucher auf dem Weihnachtsmarkt waren Deutsche, wie man unschwer hören konnte.

Die Preise sind – Dublin-typisch – exorbitant. Ein Glühweinchen kostet 5 Euro (plus 5 Euro Tassenpfand), eine Bratwurst auch. Ein Berliner („Pfannkuchen“) 3,50 Euro, kandierte Äpfel 4 Euro, usw. Aber was solls, Hauptsache man hat Spaß. So richtige Weihnachtsstimmung wollte aber nicht aufkommen, auch wenn der Chor mit den jungen irischen Mädels sich mit seinen Weihnachtslieder alle Mühe gab.

Es war einfach zu warm (gefühlt 10 Grad Plus) und von Schnee träumt man ja hierzulande sowieso nur. Aber wir hatten viel Spaß, sind dann sogar auf einem Karosell mitgefahren.

Danach setzte sich die ganze Meute (Robert, sein Studienkumpel aus Deutschland, der Bruder seiner Freundin, Steffi und Stephan, Frank, Daniel, Gregor und dann noch der französische Kumpel mit dem nicht korrekt aussprechbaren Namen) in Bewegung und wir steuerten einige Pubs an. Es ging los im Arlington Hotel, danach ins Pravda. Dort spielte eine Band, die Musik war ganz ok. Ich hab mir dann noch etwas Live-Musik im Cassidys gegönnt und bin dann mit dem Nachtbus heim.


Roadtrip Nordküste: Giants Causeway

Eintrag vom 05.12.2009
Thema: Nordirland

Wie so oft in Irland gibt es natürlich auch zum Giants Causeway eine Legende. Und die geht so:

Früher haben sich der irischen Riese Fionn mac Cumhaill und der schottische Riese Benandonner immer vom irischen bzw. schottischen Ufer aus angeschrieen, wer den nun der Stärkere von beiden war. Irgendwann hat Fionn mac Cumhaill dann einen Damm gebaut, vom irischen Ufer bis zum schottischen Ufer, um rüberzugehen und ein für alle Mal zu klären, dass er der Stärkere sei. In Schottland angekommen, fand er den schlafenden Benandonner und sah, dass dieser doch viel größer war als gedacht und bekam es mit der Angst zu tun. Also schlich er sich heimlich zurück.

Benandonner war erwacht und machte sich seinerseits nun auf den Weg rüber nach Irland. Fionn mac Cumhaill sah ihn kommen und ging zu seiner Frau und berichtete ihr von seinem Problem. Die irische Frau – clever wie sie nunmal sind – hatte eine Idee. Sie zog Fionn einfach Babysachen an und legte ihn ins Bett. Benandonner klopfte an der Tür und sagte, er wolle Fionn herausfordern. Seine Frau sagte darauf hin, Fionn sei nicht hier und sie wäre mit dem Baby alleine. Als Benandonner das Baby sah, dachte er „Oh verdammt – wenn sein Baby schon so groß ist, dann muss dieser Fionn mac Cumhaill aber ein richtig großer Brocken sein.“ und bekam es selber mit der Angst zu tun. Also floh er zurück nach Schottland und riss auf dem Weg zurück auch gleich den Damm mit ab, damit Fionn ihn nicht verfolgen konnte.

Tja, und die Überreste des Dammes kann man heute sowohl auf der irischen, als auch auf der schottischen Seite betrachten. Es gibt auch eine geologische Erklärung für die Entstehung der gestapelten Basaltsäulen, aber die ist bei weitem nicht so cool.

Denn das ist das Besondere und Mystische am Giants Causeway: Wenn man sieht, wie diese tausenden Steine so perfekt nebeneinander und übereinander angeordnet sind, dann kann man nichts anderes denken, als „das müssen Menschen (ersatzweise Riesen) angeordnet haben“. Die Szenerie ist wirklich enorm beeindruckend und wir haben viel Zeit dort zugebracht, einfach nur die Felsen anzuschauen. Dazu noch die Brandung, das schäumende Meer (hier an der Nordküste ist ja schon der offene Atlantik und nicht mehr die geschützte Irische See), das trägt einfach zur Stimmung bei. Unbeschreiblich!

Jeder der in Nordirland unterwegs ist, sollte hierher einen Ausflug machen.

Leider wurde es dann schon dunkel (es war um 4 Uhr nachmittags), sonst wären wir da noch etwas rumgelaufen. In der Nähe gibt es wohl auch das Wrack einer alten spanischen Galeone zu besichtigen.

Wir sind dann noch zur Bushmills Distillery gefahren, die ganz in der Nähe ist. Diese war aber leider schon geschlossen. Also ging es weiter zum Ziel des Abends, nach Derry.


Roadtrip Nordküste: Causeway Coastal Route

Eintrag vom 05.12.2009
Thema: Nordirland

Heute morgen starteten wir unseren Roadtrip in den Norden. Es ging mit dem geliehenen Vectra über die Autobahn bis nach Belfast und dann richtig Nordosten auf die Causeway Coastal Route. Das ist eine Strecke entlang der Küste mit besonders schönem Ausblick. Das lohnt sich echt zu fahren, besonders mit dem eigenen Auto, weil man immer wieder einfach anhalten kann.

Und angehalten haben wir oft. Das erste mal in Carrickfergus, weil da eine große Burg steht. Also erstmal am Geldautomaten mit Bargeld (Britischen Pfund) versorgt. Ich konnte dabei meine Sammlung der verschiedenen nordirischen Geldscheine erweitern. Im Vereinigten Königreich gibt es nämlich verschiedene Geldscheine. So druckt Schottland z. B. Geld, auf dem eben nicht die Königin zu sehen ist. In Nordirland haben gleich mehrere Banken die Lizens zum Gelddrucken und so gibt es viele verschiedene Scheine.

Wir haben uns dann erst etwas den Hafen angeschaut und den Eingangsbereich der Burg, der Eintritt war uns aber dann doch zu teuer. So ging es weiter. Die Straßen waren normal, so wie in Deutschland Bundesstraßen und wir kamen schnell voran, bis nach Ballygalley. Dort gab es die zweite Pause, einfach kurz am Meer und die herrliche Landschaft genießen. Bilder seht Ihr ja unten, auch der „Eisbär“ war dort zu sehen.

Weit draußen am Horizont zeichnete sich Land ab, was wahrscheinlich Schottland war, weil laut den Karten da eigentlich keine Inseln mehr sein sollen. Wir fuhren weiter und wenn man bisher schon dachte „was für eine geile Küstenlandschaft“, dann ging es jetzt erst richtig los. Bei Cushendun verliesen wir die Coastal Route und bogen auf die Strecke „Torr Head Scenic View“ ab. Jetzt waren wir auf einer kleinen, schmalen Straße, die sich ständig über Hügel schlängelte, immer auf und ab, die wildesten Kurven, meist direkt an der Küste entlang. Oft ging es direkt neben der Straße einfach 50 Meter abwärts zum Meer, ab und an kam man durch kleine Ortschaft, die nicht mal Ortschilder hatten. Oft hielten wir einfach mitten auf der Straße, weil der Blick so schön war oder weil wir Gregos neu entdeckte Vorliebe für Schafe nachkommen mussten. Eine absolut geniale Strecke und auch das Fahren über diese kleine Landstraße war wirklich so, wie man es sich vorstellt, wenn man an Irland oder Schottland denkt. Die Fotos können das nur ansatzweise widergeben. Und auch mit dem Wetter hatten wir richtiges Glück.

Wir sind dann auf unserer Strecke weiter zum eigentlichen Ziel dieses Tages, dem Giants Causeway.


Greyhound Racing, Cassidys

Eintrag vom 28.11.2009
Thema: Dublin, Freizeit-Aktivitäten

Greyhound Racing stand auf dem Programm. In der Stadt traf ich auf die Leute, Rob war schon sehr angeheitert und hat erstmal den Taxifahrer vollgelabert, bis auch er merkte, dass der Taxifahrer telefoniert und gar nicht mit ihm sprach. Im Stadion selber war es gut befüllt und es war so blöder Nieselregen. Wir haben uns also im überdachten Restaurant einen Platz gesucht.

So richtig hold war mir das Glück nicht, nur einmal und das war der Hund den Franzi mir empfohlen hatte (danke an dieser Stelle). Und einmal hatte ich richtig was auf Hund 3 gesetzt und der war auch in Führung, nur um dann in der Kurve auszurutschen und zu stürzen. Nunja.

Danach gings noch ins Cassidys. Und dazu sag ich nur: „there’s only one Brian Brody“!


versuchter Anschlag in Belfast

Eintrag vom 22.11.2009
Thema: Belfast, Nordirland

In den letzten Jahren herrschte in Nordirland nahezu vollständig Ruhe und Frieden, aber im Jahr 2009 gab es einige Anschläge von einer Splittergruppe der IRA. Während die Irisch-Republikanische Armee schon lange dem bewaffneten Kampf abgeschworen und auch merkliche Schritte zur Entwaffnung getan hat, verbleiben diese Extremisten der „Real IRA“ in ihren alten Denkmustern. Wie heißt es so schön in dem Lieder Cranberries: „It’s the same old thing, since 1916 … in your head … in your head … they are still fighting.“.

2009 wurden Polizisten und britische Soldaten Opfer von Mordanschlägen. Heute gab es wieder einen versuchten Anschlag auf eine Polizeistation mit einer Autobombe. Zum Glück hat die Bombe nicht gezündet. Am gleichen Tag wurden auch wieder Polizisten beschossen.

Es ist traurig dass ein so geschundenes Land wie Irland nicht zur Ruhe kommen kann. Der irische Nationalismus und die britische Arroganz (das Empire fühlt sich immer noch im Recht, was die eigene unrühmliche Vergangenheit angeht) verhindern dies. Aber zum Glück sind die Stimmen der Vernunft auf beiden Seiten sehr laut, viel lauter als in der Vergangenheit. Bei allen Anschlägen in diesem Jahr war es so, dass sowohl republikanisch-katholische als auch royalistisch-protestantische Parteien und Politiker diese massiv verurteilt haben.

Im Alltag macht es für die Menschen letztlich keinen Unterschied, die Grenzen sind offen und es ist nur noch die Frage, welches Parlament man wählt und mit welcher Währung man bezahlt.


Flut

Eintrag vom 21.11.2009
Thema: Cork

Während es hier in Dublin einfach nur viel regnet, haben es andere Teile des Landes nicht so gut. In Cork standen viele Straßen und Gebäude unter Wasser, der starke Regen hat alles überflutet. In Großbritannien gibt es viele Städte, die derzeit mit Hochwasser zu kämpfen haben.

Hier ein paar Bilder aus Cork von Lorna O‘ Callaghan:

Nachtrag: Details zur Lage in Cork finden sich im Blog von Markus Bäuchle:

http://irland-erleben.blogspot.com/2009/11/weite-teile-irlands-weiter-unter-wasser_21.html

http://irland-erleben.blogspot.com/2009/11/irland-die-schlimmste-flut-seit-800.html

http://irland-erleben.blogspot.com/2009/11/hochwasser-die-lage-in-irland-beruhigt.html

http://irland-erleben.blogspot.com/2009/11/auf-die-flut-folgt-die-wut-der-menschen.html


Irland vs. Frankreich

Eintrag vom 14.11.2009
Thema: Dublin, Freizeit-Aktivitäten

Ja, König Fussball regiert. Und obwohl ich ja selber kein wirkliches Interesse am Fussball-Gucken habe, so schaue ich mir doch sehr gern die Menschen an, wenn sie Fussball gucken. So auch gestern. Während die anderen schon am frühen Nachmittag in die Stadt gefahren sind, habe ich es mir noch etwas mit Bett und Laptop gut gehen lassen. Man muss die Faulenz-Tage ja feiern, wie sie fallen.

Abends bin ich dann zum Bus, wo mir eine wartende Dame erstmal erklärt, dass der vorherige 41C schon nicht gekommen ist (was echt häufig passiert in letzter Zeit) und sie stände da schon über 40 Minuten an der Haltestelle. Dublin Bus halt. Anyway, die Busfahrt war wieder lang, wurde aber durch angetrunkene, kurzberockte, Einen-Absatzschuh-verloren-habende-und-deshalb-hinkende Gören etwas aufgeheitert. Außerdem ist das eine gute Gelegenheit, mein aktuelles Hörbuch weiter zu hören. Tintenherz heißt es, eine wirklich sehr schöne Geschichte und genial vorgelesen von Rainer Strecker.

In der Stadt trafen wir uns im Arlington Hotel (direkt an der Liffey, westlich von der O’Connell St.) und schauten die zweite Halbzeit. Rob und seine Freundin verabschiedeten sich dann. Danach gings ins Cassidys. Dort war es schon verdammt voll, wir erwischten aber noch einen netten Platz. Eine der Bedienungen (Sarah, die Brunette die immer lächelt, nicht die Dunkelblonde mit den Alt-Frauen-Händen) feierte ihre Graduation. Wie sie selbst sagte „I work here 6 days the week and on my day of I go to the Cassidys … it’s sad.“ 🙂

Anyway, die Party nahm schnell Fahrt auf und das Publikum war gut drauf. Zwischendurch quatschte mich ein Typ mit einem verdächtig großen Pflaster auf dem Hinterkopf an, aber der wurde dann auch von den Türstehern dezent nach draußen bugsiert. Und so hieß es dann einfach nur noch „Guinness and Music“. Heute sogar mit ein paar Videos. Irgendwann, keine Ahnung wie spät es war, fuhren wir dann mit dem Taxi heim.


Pub-Tour der anderen Art

Eintrag vom 05.11.2009
Thema: Dublin

Donnerstag Abend heißt ja eigentlich immer Live-Music im Cassidys und so war es auch heute geplant. Ramona ist ja zu Besuch und ich wollte ihr das mal in echt zeigen, was sie nur von Videos kannte. Also fuhr die Hawthorn-Park-Crew in die Stadt und wir machten es uns im Cassidys gemütlich. Nach einer Weile tauchte auch Ramona mit Ihrem Kumpel auf und wir quatschten über ihre ganzen Dublin-Erfahrungen. Irgendwie wurde es aber nicht voll, nur die Rollenspiel-Nerds im Keller waren zahlreich vertreten. Ich fragte also an der Bar und musste erschreckt zur Kenntnis nehmen, dass die Live-Musik am Donnerstag erstmal abgesetzt wurde. WTF??!?

Nunja, das Cassidys muss ja selber wissen, ob sie sich dauerhaft Kunden vergraulen wollen. Vielleicht ist aber auch einfach die Touri-Saison vorbei und die Iren haben wirklich kein Geld mehr zum Trinken (was sie ja seit Beginn der Wirtschaftskrise behaupten, aber eigentlich regelmässig das Gegenteil beweisen).

Nun gut, es stieß noch ein Freund von Rob hinzu, ein Franzose mit unausprechlichen Namen, deshalb heißt er einfach The Herve (oder so). Da wir auch in Robs Geburtstag hineinfeiern wollten, ging es ins … (Name folgt, gemeint ist das große Pub direkt südöstlich der O’Connel-Bridge, mit den ganzen Flaggen draußen). Dort gibt es eine nette „5 Beers for 5 Euro“-Aktion, man bekommt jeweils ein Viertel-Pint von fünf verschiedenen Biersorten. Entsprechend voll war der Tisch. Nachdem dies schon leicht zur Stimmung beigetragen hatte, zog ich mit Ramona + Anhang dann weiter in die Temple Bar. Wir wollten ja noch Live-Musik.

Nach dem Auld Dubliner und dem … (auch dieser Name folgt irgendwann) (beide hatten Live-Musik, die aber gerade zu Ende war) landeten wir schließlich ganz klassich in der Temple Bar selbst. Hier gab es noch einige Pints und die Musik war ok.

Irgendwann riefen die anderen an, die mittlerweile in einem anderen Club gewesen und jetzt durchaus angeheiter und heimgehwillig waren. Wir machten uns also auf den Weg Richtung St. Stephens Green und dort stieg ich ins Taxi nach Hause, nicht ohne mich herzlich von Ramona zu verabschieden.


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