12 Days of Christmas heißt es in den Dubliner Docklands und der Titel ist schon irreführend. Denn der „kontinentale“ Weihnachtsmarkt hat 14 Tage geöffnet, Donnerstag und Freitag wurden einfach zu „Preview“-Tagen gemacht. Am Samstag war jedoch die offizielle Eröffnung. Der Markt ist stark dominiert von deutschen Ständen, die haben die Hütten direkt aus Deutschland hergefahren und sich auch gar nicht erst die Mühe gemacht, die Schilder zu ändern. So steht da „Pommes frites“ (im Englischen gibt es ja nur „Fries“ bzw. „Chips“), „Französische Crepes“ (in Deutsch), „Bratwurst“, „Glühwein“, usw. Dem Verkauf hat es wohl keinen Abbruch getan, denn locker die Hälfte der Besucher auf dem Weihnachtsmarkt waren Deutsche, wie man unschwer hören konnte.

Die Preise sind – Dublin-typisch – exorbitant. Ein Glühweinchen kostet 5 Euro (plus 5 Euro Tassenpfand), eine Bratwurst auch. Ein Berliner („Pfannkuchen“) 3,50 Euro, kandierte Äpfel 4 Euro, usw. Aber was solls, Hauptsache man hat Spaß. So richtige Weihnachtsstimmung wollte aber nicht aufkommen, auch wenn der Chor mit den jungen irischen Mädels sich mit seinen Weihnachtslieder alle Mühe gab.

Es war einfach zu warm (gefühlt 10 Grad Plus) und von Schnee träumt man ja hierzulande sowieso nur. Aber wir hatten viel Spaß, sind dann sogar auf einem Karosell mitgefahren.

Danach setzte sich die ganze Meute (Robert, sein Studienkumpel aus Deutschland, der Bruder seiner Freundin, Steffi und Stephan, Frank, Daniel, Gregor und dann noch der französische Kumpel mit dem nicht korrekt aussprechbaren Namen) in Bewegung und wir steuerten einige Pubs an. Es ging los im Arlington Hotel, danach ins Pravda. Dort spielte eine Band, die Musik war ganz ok. Ich hab mir dann noch etwas Live-Musik im Cassidys gegönnt und bin dann mit dem Nachtbus heim.